Kautschuk wird zur Herstellung unterschiedlichster Produkte wie z.B. Gummi, Klebstoffe oder Lösungsmittel benötigt.
Ein einfacher schräger Einschnitt in die Rinde des Kautschukbaumes ermöglicht es Naturkautschuk zu gewinnen. Aus diesem Einschnitt fliesst der Latex in ein Gefäss, welches unter dem Einschnitt positioniert wird. Bei jedem nächsten, sogenannten "Zapfen" erfolgt ein erneuter Schnitt in die Rinde. Dieser Vorgang wiederholt sich, bis der Arbeiter mit den Schnitten nahezu am Boden angelangt ist. In nur sechs Jahren erneuert sich die Rinde und ermöglicht ein erneutes Zapfen an der selben Stelle. Durchschnittlich wird jeder Baum ca. 160 mal im Jahr zur Ader gelassen.
Die Kautschukplantagen befinden sich hauptsächlich in Asien, dort in Ländern wie Thailand oder Malaysia aber auch in Südamerika, dort in Ländern wie Brasilien, Kolumbien.
Die steigende Nachfrage nach Kautschuk durch die Reifenindustrie haben die Preise bereits letztes Jahr in die Höhe schießen lassen.
Populäre Produkte aus Naturkautschuk sind Gummihandschuhe oder Matratzen.
Mit der Erfindung des synthetischen Kautschuks im Jahre 1879 und der kommerziellen Nutzung im Laufe des letzen Jahrhunderts wurden diverse Arten von Kautschuk entwickelt. Diese fanden rasch Einzug in viele Bereiche des täglichen Lebens.
Synthetische Kautschuke finden Verwendung in Masseprodukten wie Reifen, Schläuche, Farbe, Beschichtung für Teppichrücken oder Klebstoffe.
Prominente Hersteller oder Verarbeiter sind z.B. B. Braun oder Horn Medical im Bereich Healthcare, Continental im Bereich Reifen, Dätwyler mit Rollmembranen für die Automotive-Industrie.
