Laminieren von Dokumenten

Beim Laminieren verbindet sich ein Dokument mit Hilfe eines Klebers mit einer dünnen Folie.
Es gibt zwei Laminiertechniken:
Heißlaminieren:
Das gewünschte Dokument wird in die für Heißlaminierung vorgesehene Folientasche eingelegt. Das Dokument sollte mittig platziert werden, damit an allen Seiten ein kleiner Rand entsteht, damit sich später die Ober- mit der Unterseite der Folie verbinden kann. Wenn das Laminiergerät die benötigte Temperatur erreicht hat und betriebsbereit ist muss die Folie mit dem Dokument in das Laminiergerät geschoben werden, bis die Rollen des Laminiergeräts es greifen und von ganz allein weiter befördern. Die Hitzezufuhr erfolgt entweder mittels einer beheizten Rolle oder eines Heizschuhs. Der spezielle Kunststoff in der Folie wird durch die Temperatur des Geräts verflüssigt und durch die Andruckrolle wird das Papier mit der Folie verbunden.
Kaltlaminieren / Selbstlaminieren:
Auf den Folientaschen befindet sich ein normaler Klebstoff, welches dann durch den Druck zusammen gebracht wird. In der Regel kann man diese mit etwas Geschick auch ohne ein Laminiergerät verwenden.
Der Vorteil beim Kaltlaminieren: Die Vorheizzeit entfällt. Ebenso könnten beim Heißlaminieren hitzeempfindliche Dokumente (wie z.B. Fotografien) beschädigt werden.
Wichtig:
Die Laminiertaschen immer mit der geschlossenen Seite zuerst in das Laminiergerät einschieben, sonst bilden sich große Luftblasen da sich die Folie am Ende aufstaut.
Warum sollte man Dokumente laminieren?
Schutz und Erhaltung:
Das Dokument erhält durch die Laminierung eine abwischbare, widerstandsfähige Oberfläche, welche versiegelt und wasserfest ist.
Sicherheit:
Das Dokument ist vor Eingriffen geschützt.
Ein nachträgliches Bearbeiten des eingeschweißten Dokuments ist nicht ohne Beschädigung möglich. Durch die Verbindung mit der Folie, kann das Material nicht mehr aus der Hülle entnommen werden.
Verschönerung:
Das Dokument sieht anschließend leutender und sauberer aus. Der Text erscheint schärfer, während die Farben bei einer matten Laminiertasche gedämpfert und bei einer glänzenden Laminiertasche leuchtender erscheinen.
Welche Dokumente werden in der Regel laminiert?
Dokumente aller Art, Preis-/Telefonlisten, Aushänge, Urkunden, Fotos, Ausweise, Schilder usw.
Beispielsweise der alte Personalausweis der Bundesrepublik Deutschland wurde laminiert. Da im November 2010 die Chipkarte eingeführt wurde, wurde somit auch dieses Verfahren überflüssig.
Unterschiedliche Folienstärken
Laminierfolien auch genannt Laminiertaschen sind in unterschiedlichen Dicken erhältlich. Die "Dicke/Stärke" der Folie wird in Mikrometer (µ, Mic, Mi, Mü oder Micron) angegeben. Manche Hersteller geben mit der Angabe der Stärke die insgesamte Folienstärke an (z.B. 350 Mic) - also die Ober- und Unterseite der Folie zusammen, andere Hersteller wiederum trennen die Angabe der einzelnen Folien (z.B. 2 x 175 Mic). Hinzugerechnet werden muss noch die Dicke des verwendeten Dokumentes.
Zur Verdeutlichung das Beispiel anhand des alten Personalsausweises der Bundesrepublik Deutschland:
Dicke: 2 x 125 µm + Papierdicke.
Laminierrollen:
Mit einem Laminiergerät legt man sich meist auf eine Maximal Größe fest.
Überschreitet ein Dokument die maximale Größe steht man oft vor einem Problem. Für diesen Fall gibt es eine weiter Möglichkeit. Mit Hilfe dieser Laminierrollen muss man sich nicht im Voraus auf eine Größe festlegen, sondern kann diese mit individuell auf den jeweiligen Bedarf auswählen, da es sich nicht um vorgeschnittene Laminierfolien oder - taschen handelt. Allerdings benötigt man dafür ein Laminiergerät.
Bekannte Hersteller in diesem Bereich:
Fellowes, Leitz, Pavo, GBC, Geha, Acco uvm.